Diversität der Natur – ein Traum!

21 02 2012

Von Salta (Argentinien) aus ging es dann Richtung (Nord-)Chile, da sich dort die bekannte Atacama-Wüste befindet. Sie gilt als die trockenste Wüste der Erde. Man hatte soviel positives und schönes im Vorfeld über dieses Gebiet gehört, sodass wir dort natürlich mal „vorbei gucken“ mussten.

Nach einem ca. 12h (landschaftlich z.T. wunderschönen) Bus-Trip sowie einem etwas merkwürdigen Aus-/Einreiseprozedere (via Paso de Jama) kamen wir am Abend bei Regen und Gewitter in San Pedro de Atacama an. Wie war das noch gleich mit der trockensten Wüste der Erde? Klar, das wir genau zu den nur alle paar Jahre auftretenden heftigen Niederschlägen dort aufschlugen. Wir hatten eigentlich mit trockenen, nicht erträglichen heissen, Temperaturen gerechnet – shit! Dazu kam das wir bei den Witterungsverhältnissen am Ortseingang quasi aus dem Bus geschmissen wurden, da es kein (übliches) zentrales Bus-Terminal gab. Uns war nicht bewusst, dass ein ziemlich heruntergekommenes Gebäude am Ortseingang Immigrations-Office (ca. 160km vom anderen Ausreisepunkt entfernt!!!) und Busbahnhof zu gleich war bzw. darstellen sollte.

Auf der Suche nach unserer Unterkunft liefen wir erstmal mit anderen Leidensgenossen Richtung „City“, um einen Punkt der Orientierung zu finden. Der Weg dorthin war von schlammigen Wegen gesäumt. Da fast alle Häuser aus Lehm bestanden war das vorangegangene Unwetter kein Segen. Viele standen unter Wasser bzw. im Lehmmatsch. Am zentralen Plaza (nach ca. 1km) fanden wir eine große Stadtkarte die uns unwiderruflich klar machte das sich unsere Unterkunft fast direkt neben unserem vorherigen drop-off-Point befand. Also schön wieder im Schlamm zurück latschen. Bei Ankunft im Hostel lernten wir noch zwei deutsche Mädels kennen die uns sprachlich bei der Organisation vor Ort (Touren, Weiterreise etc.) etwas unterstützten.

Alles war anders als wir es uns vorstellten. Schliesslich waren wir in der trockensten Wüste der Welt…und nun eine gefühlte Sumpflandschaft. Der Strom war nur temporär aktiv, was uns ein lustiges Abendessen im Dunkeln bescherte (wie romantisch!). Durch diese spezielle Situation waren der überwiegende Teil der Touren und/oder Aktivitäten dort nicht möglich. Somit verzichteten wir auf die noch verbliebenden Angebote vor Ort, da u.E. nicht soooo interessant und schauten nach einer Alternative diesen Ort bzw. Gebiet unter diesen Bedingungen zu verlassen. Sehr schade, aber gut! Waren dann noch kurz im Museum von San Pedro und eine der ältesten Kirchen Chiles besichtigen.

Am Abend lernten wir in entspannter Runde mit den Mädels noch ein GER/AUT Vater/Sohn-Gespann (Herbert/Stefan) kennen, die uns u.a. von einer Tour von San Pedro nach Uyuni (Bolivien) erzählten. Hörte sich alles interessant an und somit buchten wir dann auch umgehend fuer den nächsten Tag, da wir eh weiter Richtung Norden wollten. Diese Tour war als 3-Tages-Tour ausgelegt die uns durch sehr unterschiedliche landschaftliche Gegebenheiten bringen sollte, u.a. auch vorbei am größten Salzsee der Erde.

Am nächsten Tag war es dann soweit. Wurden ca. 7.30 Uhr abgeholt, um dann an der bereits erwähnten Ein-/Ausreisestation wieder (mal) eine bürokratische Farce zu erleben. Die gefühlte Sinnlosigkeit des Wartens bzw. der mehr als relaxte Abfertigungsprozess brachte andere Wartende z.T. zum kochen. Nach ca. 2,5h starteten wir dann doch endlich via unserem kleinen Tour-Bus und fuhren in ca. 45min zur bolivianischen Grenze. Auf dem Weg dorthin überquerten wir einem schneebedeckten Hochpass (waren wir nicht eben noch in der Wüste?!). Die Einreise verlief absolut unkompliziert im Nebel auf ca. 4000m. Nach einem kleinen Frühstück direkt dort am Grenzübergang wurden die Personen aus dem Bus dann auf entsprechende geländegängige Fahrzeuge (Jeeps) fuer die Weiterreise auf bolivianischen Gebiet verteilt. Wir hatten Glück, da Stefan und Herbert (beide sprachen fuer unsere Verhältnisse perfekt spanisch) mit in unserem Jeep waren (naja wir hatten schon ein wenig bei der Tour-Buchung nachgeholfen ;)). Darüber hinaus war ein sympathisches brasilianisches Mutter/Tochter Gespann (Marcia/Mariana) sowie ein netter bolivianischer Fahrer (Sammy) mit an Bord.

Und es ging landschaftlich gleich richtig zur Sache. Entlang wunderschöner, abwechslungsreicher und atemberaubender Landschaften ging es Richtung Laguna de Verde, Laguna Blanca, Desierto Dali, Aqua Thermales und den Geysiren Sol de Manana. Innerhalb des ersten Tages durchfuhren bzw. passierten wir Wüste, schneebedeckte Pässe, Flüsse und Lagunen umgeben von schneebedeckten Vulkanen und Bergen. Alles immer zwischen ca. 3000-5000m. Unterwegs halfen wir noch einem festgefahren Bus aus tiefen Schlamm – was fuer eine Aktion in der Höhe. Am späten Nachmittag erreichten wir ein rustikales Hostel im Nichts auf ca. 4500m bei leider sehr starken Regen.Viele waren wegen der Höhe ein wenig angeschlagen. Nach einem durch die Fahrer gezaubertes (leckeres) Abendessen klang der Abend mit Spielchen und Gesprächen langsam aus.

Am nächsten Tag ging es an weiteren Lagunen (z.T. mit vielen Flamingos), Bergketten, Vulkanen und einer Felsformation, die aussah wie ein versteinerter Baum, immer weiter in dieser faszinierenden und abwechslungsreichen (manchmal unwirklich erscheinenden) Natur/Szenerie. Am Abend kamen wir in Uyuni (nicht zu empfehlendes Städtchen) bei beginnenden Karnevalsfestivitäten an. Obwohl ja noch ein Tag der Tour anstand wollten wir die Weiterreise fuer den nächsten Tag/Abend nach La Paz organisieren. Die Kurzfristigkeit unserer (gewünschten) Weiterreise und diese lokalen Festivitäten (der öffentliche Transport via Bus war fuer den Folgetag mal eben eingestellt) waren allerdings unser grosser Gegner. Nach einem Fragemarathon bei den entsprechenden Agenturen vor Ort waren keine direkten Verbindungen nach La Paz mehr zu bekommen. Nach einigem Hin- und Her und der sprachlichen Hilfe durch Stefan und Herbert, die beide dasselbe Ziel hatten, konnten wir noch eine Alternative nach La Paz via der nordöstlich gelegenen Stadt Potosi ergattern. Allerdings wussten wir zu diesem Zeitpunkt noch nicht wie wir von dort dann nach La Paz weiter kommen sollten, da wir spät in der Nacht dort ankommen sollten und die besagten Festivitäten auch dort den öffentlichen Transport insb. am nächsten Tag zum erliegen bringen sollten. Aber egal, wir hatten erst einmal ein Ticket um von Uyuni weg zu kommen…also, wie gehabt…immer step by step denken ;)!

Fuer den letzten Tag der Tour stand ein weiteres Highlight „Salar de Uyuni“ an. Er gilt als der grösste Salzsee der Welt. Im Rahmen der Gruppe wurde am Vorabend entschieden dieses Naturwunder bei Sonnenaufgang zu erleben. Das hiess ca. 5.00 Uhr los – leider bei anhaltenden Regen! Gegen ca. 6.30 Uhr erreichten wir ein vollständig aus Salz errichtetes Salzhotel, leider bei weiterhin miserablen Witterungsverhältnissen. Wir frühstückten dort und nach ca. 2h ging es dann durchnässt, unterkühlt und enttäuscht wieder zurück zu einem am Rande des Salar gelegenen Eisenbahnfriedhofs…naja, eher eine rostige Müllhalde. Auf dem Weg dorthin besserten sich die Wetterbedingungen zunehmend, d.h. der Himmel brach langsam auf und etwas Sonne kam durch. Also, umgehend wieder zurück war der Konsens im Auto. Doch mit unserem Fahrer war dies nicht (direkt) zu machen. Demotiviert kamen wir in Uyuni wieder an. Der Frust war gross, da das Wetter absehbar immer besser wurde.

Nach zähen Verhandlungen und etwas Extra-Cash konnten wir aber eine umgehende Rückfahrt zum Salar organisieren. Und ja…alles vergessen…weil was uns dann dort erwartete war einfach nur einzigartig, traumhaft und lies uns z.T. den Atem anhalten bzw. die Stimmen verstummen. Wir genossen nun ein paar Stunden später am selben Salzhotel Bierchen unter blauen Himmel und schönsten Sonnenschein. Wir schlenderten nun barfuss durch das salzhaltige (erwärmte) Wasser. Man erblindete fast an den gebotenen Reflexionen des Sees. Eine so einzigartige, unwirkliche Kulisse/Szenerie wie selten gesehen bzw. erlebt – fantastisch!

Nach ca. 3h geniessen fuhren wir mit diesen unvergesslichen Eindrücken, eingebrannten Bildern, einem breitem Grinsen, Körper und Kleidung voller Salz und einer gewissen Genugtuung zurück, um dann am Abend unseren Bus ins Ungewisse zu bekommen…

Movies:

Movie – Cruise Impression 1

Movie – Cruise Impression 2

Pics:

San Pedro

San Pedro

San Pedro

San Pedro

San Pedro

San Pedro

San Pedro

San Pedro

Cruise

Cruise

Cruise

Cruise

Cruise

Cruise

Cruise

Cruise

Cruise

Cruise

Cruise

Cruise

Cruise

Cruise

Cruise

Cruise

Cruise

Cruise

Cruise

Cruise

Cruise

Cruise

Cruise

Cruise

Cruise

Cruise

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Cruise

Cruise

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Cruise

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Cruise

Cruise

Cruise

Cruise

Cruise

Cruise

Cruise

Cruise

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Cruise

Cruise

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Cruise

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Cruise

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Cruise

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Cruise

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Cruise

Cruise

Cruise

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Cruise

Cruise

Cruise

Cruise

Cruise

Cruise

Cruise

Cruise

Cruise

Cruise

Cruise

Cruise

Cruise

Cruise

Cruise

Cruise

Cruise

Cruise

Cruise



Fin del Mundo…

19 01 2012

Was fällt einem so spontan ein wenn man an die südlichste Region des (süd-)amerikanischen Kontinents denkt?…hhhhmmm, da gibt es doch so mystische Bezeichnungen wie Feuerland, Kap Hoorn etc.. Feuerland, span. „Tierra del Fuego“ (wegen der Lagerfeuer der Indianer; früher auch „Tierra del Humo“ [Land des Rauchs] genannt), das Archipel an der Südspitze Südamerikas zwischen der Magellanstraße und Kap Hoorn. Der westliche Teil gehört zu Chile, der östliche Teil zu Argentinien, wobei der Grenzverlauf umstritten ist.

Aber wie kann man dieses riesige, einzigartige und fuer alle Naturliebhaber absolut spektakuläre Gebiet bereisen? Wie bereits schon gesagt sind die Transportmöglichkeiten fuer interessierte Touristen nicht, so gut wie nicht oder nur sehr eingeschränkt verfügbar. Aber hält einen so etwas wirklich auf? Richtig…NEVER!

D.h., wir fanden eine Möglichkeit, um einen Traum wahr werden zu lassen…und zwar im Rahmen einer sog. Expeditionskreuzfahrt ans „Ende der Welt“. Ziel war es einige der entlegensten und spektakulärsten Orte von Feuerland und Kap Hoorn in den nächsten Tagen zu entdecken bzw. zu erkunden. Es ging von Punta Arenas nach Ushuaia (via Kap Hoorn) mit vielen interessanten Stops und Landgängen unterwegs.

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Cruise – Day 1 (Start)

Die Reise begann bzw. wir liefen am Abend in Punta Arenas aus, direkt an der Küste der Magellan-Strasse. Bevor man die „heiligen Hallen“ des überaus luxuriösen Schiffes betreten durfte gab es ein richtiges Boarding (inkl. Gepäckaufgabe und lächerlichen Security-Check). Anschliessend wurde man mit einem Bus fuer sagenhafte ca. 300m zum Schiff (vor)gefahren. (Anm.: bei Austritt aus dem Bus wurde eine kleine Fussbank zur Verfügung gestellt. Allerdings war die nicht vergoldet…das gibt deutliche Abzüge liebe Leute ;)).

Nach einer kurzen Registrierung und der Einweisung vom überaus hilfsbereiten Personal in unsere (wunderschöne) Kabine…endlich auf dem Schiff angekommen. Na klar, gleich erstmal alles inspiziert, das ganze Schiff mit breitem Grinsen von vorne nach hinten und unten nach oben und alles irgendwie zurück abgelaufen, überall den Kopf reingesteckt…. Noch mit der Verarbeitung der ersten Eindrücke sowie einem gefühlsmäßigen Mix aus Staunen und riesiger Vorfreude beschäftigt, wurde man dann auch gleich schon – im Rahmen der Begrüßung, Vorstellung der Tour und Crew etc. – zum ersten leckeren Getränk in der sog. Sky-Lounge „gezwungen“ ;). Ach ja, in diesem Zusammenhang sollte noch erwähnt werden…die ganze Tour war all-inclusive (24h), d.h. alle Menüs und alle Drinks (ja, auch Mixgetränke – wirklich ALLES! ;)).

Nach den ersten Erläuterungen und Einweisungen zur Tour erfolgten dann im Laufe des Abends die ersten Kontaktaufnahmen, allgemeines Kennenlernen etc.. Lernten dabei ein sehr sympathisches Ehepaar aus Hamburg (Ellen und Detlef) kennen, mit denen wir in den nächsten Tagen immer mal wieder einige Zeit (sehr gern) verbrachten. Insgesamt waren die Mitreisenden eine bunte Mischung aus GER, AUT, CH, ITA, ESP, US und andere. Mit an Bord war u.E. sehr gut geschultes Personal, die einerseits fuer das Programm an Bord sowie die Erläuterungen (in entspr. Sprache) im Rahmen der verschiedenen Exkursionen (See- oder Landgängen) verantwortlich waren.

Der erste Abend verlief insgesamt sehr gesittet/ruhig. Also, auf ging es…

Movies:

Movie – Ship Impression (Cabin)

Pics:

Cruise Route

Cruise Route

Start - Punta Arenas

Punta Arenas

Start - Punta Arenas

Punta Arenas

Start - Punta Arenas

Punta Arenas

Ship Impressions

Ship Impression

Ship Impressions

Ship Impression

Ship Impression

Ship Impression

Ship Impression

Ship Impression

Ready to go ;)

Ready to go 😉

First Sunset

1st Sunset

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Cruise – Day 2

Wohl etwas Bedenken nichts zu verpassen trieb es mich den ersten Morgen relativ früh aus dem Bette bzw. der Koje. Im Morgengrauen durchquerten wir den Almirantazgo-Fjord bis zur Ainsworth-Bucht, wo sich der Marinelli-Gletscher befindet. Im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit stand die Eisdecke des Darwin-Gebirges. Warm angezogen und mit einem leckeren Käffchen bewaffnet genoss ich bei Wind und Kälte die wunderschöne Aussicht sowie den ersten Sonnenaufgang. Später, nach dem Frühstück, leistete uns die Sonne (fast in Gänze) eine atemberaubende Fahrt zur Ainsworth-Bucht. Dort ankerten wir und setzten mit den Zodiac-Booten zu unser ersten Land-Exkursion über. Dort sahen bzw. bestaunten wir zunächst eine Gruppe See-Elefanten in dieser herrlichen Szenerie. Anschliessend wanderten wir ein wenig durch die sehr spezielle Flora und Fauna dort und erhielten entsprechende Erläuterungen. Alles sehr nett und professionell, dennoch locker…als Laie war es grossartig! Zum Abschluss der Tour wurden einem diverse Getränke gereicht, u.a. Whisky mit entsprechendem Gletschereis…sehr nette Idee, auch wenn der Liebhaber/Kenner eher ohne trinkt ;).

Anschliessend ging es weiter zu den Tucker-Islands, wo wir wiederum via Zodiac-Booten eine Kolonie Magellanpinguine besuchten, die jedes Jahr im Frühling zu dieser Brutstätte kommen. Darüber hinaus sahen wir auf einer der weiteren Inseln dort Kormorane, Chimangokarakara und einige andere Vogelarten. Während der Zodiac-Trips begleiteten uns immer mal wieder einige Delphine – funny!.

Am Abend dann noch ein Vortrag bzgl. Vogelkunde und ein Dokumentarfilm. Natürlich alles freiwillig, kein Stress oder Zwang. Anschliessend gab es noch ein lustig-inszenierte „Modenschau“ und „Bingo“…wir schauten uns das genüsslich aus einem der bequemen Couches an ;).

Über Nacht ging es dann ca. 350km via Gabriel-Kanal zum Pia-Gletscher.

Movies:

Movie – Almirantazgo Fjord

Movie – Ainsworth Bay Drop off

Movie – Ainsworth Bay Sea Elephants

Movie – Tucker Islands Penguins

Movie – Tucker Islands Dolphins

Pics:

Sunrise Alm. Fjord

Alm. Fjord

Alm. Fjord

Alm. Fjord

Alm. Fjord

Alm. Fjord

Alm. Fjord

Alm. Fjord

Ainsworth Bay

Ainsworth Bay

Ainsworth Bay

Ainsworth Bay

Ainsworth Bay

Ainsworth Bay

Ainsworth Bay

Ainsworth Bay

Ainsworth Bay

Ainsworth Bay

Ainsworth Bay

Ainsworth Bay

Ainsworth Bay

Ainsworth Bay

Salud!

Salud!

Tucker Islands

Tucker Islands

Tucker Islands

Tucker Islands

Tucker Islands

Tucker Islands

Tucker Islands

Tucker Islands

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Cruise – Day 3

In den Morgenstunden genossen wir das Panorama in den Gewässern des Ballenero-Kanals. Er liegt an der Südküste des Feuerlandes und wurde vom engl. Kapitän Fitz Roy zur Erinnerung nach seinem von Ureinwohnern gestohlen Boot benannt. Danach durchfuhren wir den Kanal O’Brien, benannt nach dem Kommandant einer chilenischen Fregatte, der grosse hydrographische Vermessungen es Gebietes durchführte.

Im Rahmen dieser Fahrt kamen wir auch am majestätischen Pia-Gletscher vorbei. Wir setzten dort mit den Zodiac-Booten direkt vor dem Gletscher zu unser nächsten Land-Exkursion über. Bei Ausstieg wurde man über einen Teppich geführt 😉 (Anm.: man musste aufpassen sich nicht langsam an diese Art des „Reisens“ zu gewöhnen). Entlang eines felsigen Pfades genossen wir das Panorama des Gletschers aber auch der vorgelagerten Bucht – atemberaubend!!! Ach ja, der Gletscher ist mal eben schlappe ca. 390m hoch (!). Man kann den Gletscher jede Sekunde „arbeiten/leben“ hören, wenn sich Eis löst und ins Wasser fällt donnert es jedesmal gewaltig. Interessantes Naturschauspiel! Zum Abschluss wurden wieder diverse Getränke gereicht.

Danach führten wir die Reise entlang des nordwestlichen Armes des Beagle-Kanals, der 1830 von Fitz Roy so benannt wurde, fort. Dabei durchquerten wir die sog. Gletscher Allee, wo die Gletscherformen nach verschiedenen „Vorbildern“ (Romanche, Germany, Frankreich, Italien und Holland) benannt sind. Auch hier wieder…wunderschöne, atemberaubende Szenerie und Naturschauspiele bei bestem Wetter – einfach traumhafte Durchfahrt!

Am Abend dann noch ein kurzes Briefing fuer Kap Hoorn am nächsten Tag und weitere Dokumentarfilme. Es lag eine gewisse Spannung in der Luft, da alle Mitreisenden natürlich hofften am nächsten Morgen Kap Hoorn zu sehen bzw. fühlen zu dürfen! Die Nacht verlief, was die äußeren Gegebenheiten anging, super ruhig. So sollte der Ankunft und Umfahrung nichts entgegenstehen…yeeaahhh!

Movies:

Movie – Ballenero Channel

Movie – O’Brien Channel

Movie – Pia-Gletscher

Movie – Gletscher Allee 1

Movie – Gletscher Allee 2

Pics:

Ballenaro

Ballenaro

Ballenaro

Ballenaro

O'Brien Ch.

O'Brien Ch.

O'Brien Ch.

O'Brien Ch.

O'Brien Ch.

O'Brien Ch.

O'Brien Ch.

O'Brien Ch.

O'Brien Ch.

O'Brien Ch.

Pia Gletscher

Pia Gletscher

Pia Gletscher

Pia Gletscher

Pia Gletscher

Pia Gletscher

Pia Gletscher

Pia Gletscher

Pia Gletscher

Pia Gletscher

O'Brien Ch.

O'Brien Ch.

Pia Gletscher

Pia Gletscher

Pia Gletscher

Pia Gletscher

Gletscher Allee

Gletscher Allee

Gletscher Allee

Gletscher Allee

Gletscher Allee

Gletscher Allee

Gletscher Allee

Gletscher Allee

Gletscher Allee

Gletscher Allee

Gletscher Allee

Gletscher Allee

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Cruise – Day 4

…nach etwas Hoffen und Bangen zuvor…ja, wir waren auch Teil der Glücklichen, die diesen besonderen Ort nun erleben und vor allem fühlen durften. Bei Tagesanbruch erwartete uns also das mystische Kap Hoorn und seine umliegenden Inseln. Seine Koordinaten 55 Grad Süd, 67 Grad West und die Intensität der atmosphärischen Phänomene die es umgeben machen aus diesem Ort ein einzigartiges und unvergleichliches Erlebnis.

Wieder etwas aufgeregt, trieb es mich wieder früh am Morgen aus der Koje auf die „Brücke“. Die See war relativ ruhig, die Sonne leider etwas hinter den Wolken gefangen, aber egal…das Kap war zu sehen und man genoss die Anfahrt einfach. Sicher, rein äusserlich nicht so spektakulär und wunderschön wie andere Dinge zuvor, aber dafür eben einzigartig und mystisch.

Bevor wir zum Landgang übersetzten drehten wir noch eine Runde zu den sich dort in unmittelbarer Nähe befindlichen See-Löwen. Die liessen sich auch überhaupt nicht aus der Ruhe bringen. Anschliessend stiegen wir auf der Insel aus, liefen 160 Stufen hoch, um verschiedene Aussichten, Denkmäler und einen kleinen Leuchtturm zu besichtigen bzw. zu bestaunen. Dort lebt immer mal einige Monate 1 Familie – schon komische Nummer, insbesondere fuer den kleinen Sohn dort. Nun ja, ab und zu kommt ja auch eine einfallende Horde Touris vorbei ;).

Anschliessend umrundeten wir das Kap vollständig, vorbei am „letzten Felsen der südlichen Hemisphäre“, bei ordentlich Seegang- zumindest fuer uns bzw. die meisten an Bord. In den Kabinen und in den Bars rutschten die Sachen von den Tischen bzw. fielen z.T. aus den Schränken. Der Gang auf den Fluren erinnerte eher entweder an das Ergebnis einer lang durchzechten Nacht auf dem Weg nach Hause oder an den unserer Vorfahren ;). Das Schiff neigte sich z.T. so stark das man mit dem Kabinenfenster ab und zu das Gefühl hatte in einem „Glass-bottom-Boat“ zu sitzen/liegen…alter Schwede! Zu dieser Zeit beschlossen wir dann noch kurz die Kommandobrücke bzw. unseren Kapitän (Deutsch-Chilene) zu besuchen, um mal einen Eindruck zu bekommen. Auf die bescheidene Frage, ob dies denn alles noch so normal sei im Moment bzgl. Seegang, schaukeln etc. schallte es uns eher gelangweilt zurück „…das sind doch nur Dünungen, keine Wellen“!!! ;).

Am Nachmittag erreichten wir dann doch unbeschadet die Wulaia-Bucht, jenen Ort, wo im 19. Jh. Fitz Roy an der Seite des Naturforschers Charles Darwin Kontakt zu den Ureinwohnern hatte. Unsere letzte Landexkursion stand an mit einer kleinen Wanderung zu einem Aussichtspunkt über die Bucht…sie war es würdig, was fuer eine Aussicht, Szenerie, Kulisse zum Abschluss…wunderschön, traumhaft, atemberaubend (auch wenn ich mich ständig wiederhole…es war einfach so – zumindest fuer mich/uns!). Auf Rückweg noch kurzer Stop in einem kleinen Museum, wo man die ganze Geschichte Feuerlands/Kap Hoorns nachvollziehen kann. Dann noch ein bissel quatschen, spielende Delphine und gereichte Getränke geniessen…einfach super!

Auf Fahrt nach Ushuaia (Argentinien) konnte man sich noch Dokumentarfilme anschauen. Am Abend lagen wir noch eine Weile vor Ushuaia, u.a. auch weil die „Einreiseformalitäten“ dort auf See stattfanden (in dieser Art irgendwie lächerliches Prozedere). Es gab u.a. noch eine lustige Versteigerung der Navigationskarte um Kap Hoorn. Viele Abschiedsdrinks folgten…nachts dann Einlaufen im Hafen von Ushuaia.

Movies:

Movie – Kap Hoorn (Anfahrt)

Movie – Kap Hoorn (Umfahrung)

Movie – Wulaia Bay

Movie – Ushuaia

Pics:

Kap Hoorn

Kap Hoorn

Kap Hoorn

Kap Hoorn

Kap Hoorn

Kap Hoorn

Kap Hoorn

Kap Hoorn

Kap Hoorn

Kap Hoorn

Kap Hoorn

Kap Hoorn

Kap Hoorn

Kap Hoorn

Kap Hoorn

Kap Hoorn

Kap Hoorn

Kap Hoorn

Kap Hoorn

Kap Hoorn

Kap Hoorn

Kap Hoorn

Kap Hoorn

Kap Hoorn

Last Rock South

Last Rock South

Kapitain

Kapitain

Kapitain

Kapitain

Wulaia Bay

Wulaia Bay

Wulaia Bay

Wulaia Bay

Wulaia Bay

Wulaia Bay

Wulaia Bay

Wulaia Bay

Wulaia Bay

Wulaia Bay

Wulaia Bay

Wulaia Bay

Wulaia Bay

Wulaia Bay

Ushuaia

Ushuaia

Ushuaia

Ushuaia

Abschluss

Abschluss

Ueberlebt ;)

Ueberlebt 😉

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Cruise – Day 5 (Abschluss)

Nach den Abschlussfestlichkeiten und der letzten Nacht an Bord endete unser Kreuzfahrt-Abenteuer am frühen Morgen mit der Landung der Passagiere in Ushuaia (Argentinien). Verabschiedungen sowie die Vorbereitungen auf das „normale Backpacker-Leben“ standen an, was man nicht unterschätzen sollte nach solch einer Tour 😉

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Fazit:

Wir entdeckten die faszinierende Schönheit dieser Region der Legenden, wir bewunderten die Biodiversität der Patagonie, wir sind in die Flora und Fauna eingedrungen und haben staunend uraltes Eis der verschiedenen Gletscher betrachtet. Und vor allem…Mutter Natur hat es sehr gut mit uns gemeint. Es ist nämlich absolut nicht selbstverständlich das man die Tour immer wie geplant durchführen kann, da insbesondere die Kap Hoorn-Landung/Umfahrung sehr wetterabhängig ist und somit spontan durch die Tourverantwortlichen bzw. den Kapitän gecancelt werden kann (bei ca. 1/3 der bisherigen Touren war das wohl so.

Es war ein traumhaftes, unvergessliches, ja grandioses Erlebnis. Eine Natur, Szenerie und Kulisse für die mir wieder einmal die Worte fehlen – natürlich komplett anders zu allem vorangegangen, aber genau das macht es ja auch so schön und abwechslungsreich 😉 Liebe Leute, wenn machbar, kommt und geniesst diese Tour! Es war (wieder mal) ein Traum – wirklich. Auch hier galt wieder, dass man die unfassbare Schönheit einfach nicht wirklich treffend beschreiben oder auf Bildern rüberbringen kann. Man musste es einfach mit Körper, Geist und Herzen fühlen und geniessen.

Zugegeben, vom Ambiente und Preis absolut nicht Backpacker-like, aber dafür sehr exklusiv, da (im Moment) nur dieses akkreditierte Unternehmen diese Reise in dieser Form durchführen kann/darf.

An dieser Stelle auch noch eimal ein herzliches „dankeschön“ an Ellen/Detlef fuer eine tolle/phantastische Zeit zusammen an Bord. Wünschen euch alles Gute/Beste die nächste Zeit und natürlich viel Spass beim Segeln weiterhin. Ihr wisst ja jetzt wie es geht da unten 😉

Insgesamt haben wir 586 nautische Meilen (ca. 1085km) zurückgelegt. Allen Naturliebhabern, Geologen, Ornithologen und (Freizeit-)Kapitänen treibt es garantiert die (Freuden)Tränen in die Augen. Spass- und Erholungsfaktor brauch man nicht mehr zu erwähnen, glaub ich – sensationell!

Anmerkung: Wie man sich sicher denken kann, gibt es auch die Möglichkeit von dieser Region aus in die Antarktis (meist via Schiff) zu reisen. Ich hatte diese „Option“, insbesondere hinsichtlich der von mir bevorzugten Suche nach mehr „untouched places“ immer mal wieder auf der Reise zwischendurch ernsthaft in Erwägung gezogen. Allerdings bin ich dann fuer mich persönlich zu der Einstellung/Einschätzung gekommen, dass ich dieses sicher mehr als einzigartige, aber eben auch ökologisch sehr sensible Gebiet, in seinem noch weitestgehend unberührten Zustand belassen möchte bzw. mich am (leider) immer mehr zunehmenden „Fun-Tourismus“ in dieses Gebiet nicht beteiligen möchte bzw. werde. Ich denke, wir sind mit unserer Tour schon in einige sensible Gebiete „vor-/eingedrungen“ und einige andere Regionen unseres Planeten sollten auch einfach mal „untouched“ bleiben…hoffentlich!



Settled down at Straight of Magellan

14 01 2012

Nach einem ca. zweistündigen unspektakulären Flug von Puerto Montt kamen wir am Nachmittag in Punta Arenas an. Die Stadt liegt im äußersten Süden des chilenischen Festlandes, an der berühmten Magellanstraße – gegenüber der Insel Feuerland. Hinsichtlich ihrer spezifischen Lage an der Magellanstraße war die Stadt früher Station einer der wichtigsten Handelsstraßen der Erde. Nach der Eröffnung des Panamakanals verlor der Hafen bzw. die Stadt an Bedeutung. Die Stadt ist heute insbesondere ein sehr beliebter Ausgangspunkt für Exkursionen und Kreuzfahrten in die spektakulären Landschaften Patagoniens/Feuerlandes (u.a. Fjorde, Seen, Berge, Gletscher).

Am Flughafen lerneten wir eine Münchnerin (Katharina) kennen, mit der wir die nächsten Tage die meisten Dinge gemeinsam unternahmen. Hatten zuvor noch einige Unterkünfte recherchiert. Letztlich fanden wir fuer die ersten beiden Nächte ein sehr gemütliches Hostel mit angeschlossener Tour-Agency, die u.a. von einem super sympathischen, kompetenten, hilfsbereiten Deutschen (Sebastian) betrieben wird, der seit 12 Jahren dort lebt, als Guide in Patagonien arbeitet und somit alle möglichen Dinge wusste bzw. organisieren konnte – absolute Empfehlung (siehe Links)!

Die nächsten Tage verbrachten wir ganz relaxt mit etwas Sightseeing, einem kleinen mehrstündigen Wanderausflug in die nähere Umgebung zu einem Nationalpark (Magellanes National Reservation), entspannen und der weiteren Planung zur Erkundung des riesigen Gebietes. Alles was südlich von Punta Arenas liegt ist, was die Transportmöglichkeiten betrifft, nicht ganz so leicht bzw. spontan/flexibel zu bereisen. Es gibt nur wenige und/oder limitierte Flug-, Schiffs-, Busverbindungen etc., die darüber hinaus auch stark saison- und wetterabhängig sind.

Um auch mal selbst diese berühmten Gewässer hautnah spüren zu können machte ich noch eine halbtägige Kajak-Tour direkt auf dem offenen Meer. Es war schon etwas komplett anderes als relaxed durch eine wunderschöne Lagune zu paddeln ;). Immer wieder sich verändernde Bedingungen von Sonne, blauer Himmel, ruhiger See bis hin zu peitschendem Wind und Regen sowie schöne Wellen, aber letztlich ’ne geile Erfahrung. Wir hatten auch sehr professionelles Equipment, sodass man fast unter jeden Bedingungen einen entsprechenden Spassfaktor erleben kann, denke ich…echt cool! Lernte bei der Tour noch ein sehr nettes australisches Pärchen kennen, die auch einige Pics mit waterproofed Cam machten…nur leider vergassen wir die Kontaktdaten auszutauschen…shit happens! 😉

Unsere ursprüngliche „key destination“ – der Nationalpark „Torres del Paine“ – haben wir nach langem hin-und her aus unseren Planungen gestrichen bzw. streichen müssen, da dort seit ca. zwei Wochen Waldbrände wüten und somit derzeit ca. 1/3 des Parks gesperrt waren, u.a. auch die schönen Bootstouren über die Seen und zu den atemberaubenden Gletschern. Darüber hinaus ist natürlich auch gerade Saison, sodass sich dadurch viele Leute auf noch weniger Raum drängen und grundsätzlich eine wahnsinnige Organisation vorab erforderlich ist, um die Zeit im Park und Umgebung nicht zum Albtraum werden zu lassen. Es ist super schade, aber unter Berücksichtigung aller Aspekte war die Entscheidung richtig, denken wir. Haben aber eine nicht ganz unattraktive Alternative die nächsten Tage gefunden, denken wir ;)…

Movies:

Pics:

Punta Arenas

Punta Arenas

Punta Arenas

Punta Arenas

Punta Arenas

Punta Arenas

Punta Arenas

Punta Arenas

Punta Arenas

Punta Arenas

Punta Arenas

Punta Arenas

Punta Arenas

Punta Arenas

Punta Arenas

Punta Arenas

Punta Arenas

Punta Arenas

Punta Arenas

Punta Arenas

Punta Arenas

Punta Arenas

Punta Arenas

Punta Arenas

Punta Arenas

Punta Arenas

Punta Arenas

Punta Arenas



Erstes Feeling im „kleinen Süden“

9 01 2012

Nach Santiago ging es nun langsam Richtung Süden Chiles, d.h. endlich wieder Natur pur…yeeaahh! Als „kleiner Süden“ wird oftmals die Region zwischen den Städten Conception und Puerto Montt bezeichnet. Die ganze Region ist stark vom Vulkanismus und vielen Wäldern sowie Seen geprägt.

Nach einer ca. 10h (komfortablen) Busfahrt kamen wir im kleinen Ort Pucon an. Der Ort liegt sehr schön an mehreren Seen, Flüssen, Waldgebieten und einem (aktiven) Vulkan. Dort kann man sich bei vielen unterschiedlichen Outdoor-Aktivitäten nach Belieben auslassen. Pucon ist insgesamt etwas touristisch, aber war irgendwie nicht wirklich unangenehm. Hatten uns bzgl. Unterkunft an einem Hinweis eines anderen Reisenden, den wir in Santiago gesprochen hatten, gehalten. Das Hostel war klein und gemütlich sowie sehr nette/hilfsbereite Angestellte dort. Lernten auf dem Weg von Santiago nach Pucon noch zwei Kanadier (Jose, Christine) kennen mit denen wir den ersten Abend dort verbrachten.

Am nächsten Tag gleich mal eine ca. 40km Mountainbike-Tour gemacht, um die Gegend etwas zu erkunden. Ziel war eine kleine türkisfarbene kristallklare Lagune mit Wasserfällen (Ojos de Caburga). Eine echte Herausforderung bei der Tour, neben physischer Anstrengung und äußeren Bedingungen, stellte eine der schlechtesten zur Verfügung gestellten Umgebungskarte dar. Als Orientierung dienten letztlich entsprechende Pictures an der Wand im Office des Bike-Verleihs, wo einige Markierungen (Schilder, Namen etc.) zu erkennen waren die dann auf der Tour entsprechend identifiziert werden mussten – schon lustig ;).

Um gleich im „Rhythmus“ zu bleiben bin ich am nächsten Morgen ca. 4:30 Uhr mit anderen „Leidensgenossen‘ zum Aufstieg des Vulkans „Villarrica“ (2.840m) aufgebrochen. Wir waren eine 6er Gruppe (3x Deutsche, 3x Israelis) und zwei Guides. Entsprechende Spezialausrüstung (Eispickel, Spikes, Handschuhe etc.) wurde einem zur Verfügung gestellt. Da um diese Zeit noch keine Seilbahn fuhr musste man diese Strecke selbst laufen bzw. besteigen, überwiegend durch Asche und über Steine/Felsen…komplett im Dunkeln. Nach dem ersten Stopp an der Seilbahnstation galt es dann sich mit Helm, Eispickel etc. zu bewaffnen, da dann der eigentliche Aufstieg begann. Ebenso unbedingtes MUSS: Sonnenbrille und Sonnencreme (kein Witz)!!! Wir trotteten im Gänsemarsch immer weiter bergauf. Höher und Höher geht es dabei via Zick-Zack-Kurs. Unterwegs galt es sich neben der physischen Anstrengung stets zu konzentrieren, da es kälter, windiger und rutschiger wurde. Es gab keine Möglichkeit sein eigenes Tempo oder so zu laufen, da die Gruppe immer zusammenbleiben musste. Nach ca. 4,5h erreichten wir dann abgekämpft und voller Stolz den Gipfel bzw. den Kraterrand. Es stank nach Schwefel und es rauchte ein wenig. Die Sicht rundum war leider nicht wirklich klar. Man konnte aber auf die argentinische Seite blicken und einige andere Gipfel bzw. Vulkane erkennen. Abwärts ging es dann recht schnell via Snow-sliding, d.h. via mitgenommenen kleinen Plastiktellern unterm Arsch. Geile Nummer, super lustig und verdammt schnell ;). Die Wahl der Zeit morgens früh war genau richtig, da noch nicht so warm, sonnig und vor allem keine anderen Gruppen unterwegs waren, die ggf. vor einem ein langsameres Tempo gehabt hätten. Darüber hinaus war es ein schönes Gefühl beim Sliding down an den aufsteigenden Gruppen mit einem kurzen „Good Luck“ vorbei zu rauschen…gemein ich weiss, aber schön ;).

Man hätte noch vieles mehr machen können, aber das Wetter wurde dann die nächsten Tage schlechter, sodass wir uns entschieden weiter Richtung Süden zu gehen. Dazu hatten wir uns (mit den Erfahrungen aus Santiago) kurzfristig ein Busticket besorgt und sind am nächsten Morgen nach Puerto Montt gefahren, da dies das „Gate“ nach Patagonien/Feuerland von Norden her darstellt. Von dort sollte es via Flug direkt nach Punta Arenas weitergehen, da Puerto Montt nicht unbedingt zu den schönsten/empfehlenswertesten Plätzen dieses Planeten zählt. Problem war…online liessen sich die Flüge bei der entsprechenden Airline mit ausländischen Karten nicht bezahlen, einen temporären lokalen Sponsor fanden wir leider auch nicht so kurzfristig, sodass zwangsläufig der Besuch eines entsprechenden Büros notwendig war. In Pucon war es aus welchen Gründen auch immer geschlossen und somit mussten wir in Puerto Montt unser Glück versuchen. Nahmen extra einen relativ frühen Bus…aber es war Samstagnachmittag und wir kamen ca. 1h zu spät! Das Office sowie 99% aller anderen Shops in der Stadt hatten leider schon geschlossen (es war ca. 16:30!).

Tja, das bedeutete nun, entweder an diesem „wunderschönen“ Ort bis Montag, da alles am Wochenende geschlossen ist, zu verweilen oder spontan eine Alternative finden. Wir entschieden uns, die Zeit auf der nahegelegenen Insel Chiloe zu verbringen. Interessant war noch, das man sich kein separates Fährticket besorgen musste, sondern wieder zur Busstation zurück musste, um sich dort ein Ticket zu besorgen, da man via Bus direkt dorthin übersetzt. Gesagt getan, nach ca. 80km Busfahrt (inkl. ca. 20min Fährfahrt mit u.a. Musik von Modern Talking im Bus) kamen wir in einem der beiden Hauptorte (Ancud) an. Hatten diesbzgl. in Pucon auch einen super Hinweis zu einem Hostel erhalten. Hat sich absolut gelohnt – sehr gemütlich, super Lage (mit Meerblick), guter Preis, nette Leute. Leider war das Wetter die ganze Zeit nicht wirklich schön (stürmisch, kühl, nass), sodass wir einige Unternehmungen nicht so wie geplant durchführen konnten, da z.B. wegen Sturm einige Bootstouren nicht durchgeführt wurden. Die Teile der Insel die wir gesehen hatten waren zu unserer Zeit auch eher wie ausgestorben obwohl eigtl. Saison war, k.A.

Somit galt es so bald wie möglich nach Punta Arenas weiterzureisen. Dazu war es ja noch notwendig sich die Flugtickets zu organisieren. Diese besorgten wir uns (wieder mit einigem sprachlichen Krampf) gleich Montag früh in einem Office in Ancud, sodass wir tatsächlich am Nachmittag desselben Tages von Puerto Montt nach Punta Arenas fliegen konnten. Busticket hatten wir schon den Abend zuvor geholt, da wir ja eh zurück wollten (Anm.: Die Tour von Puerto Montt nach Punta Arenas könnte man auch via Schiff/Fähre über mehre Tage zurücklegen. Soll super sein! Allerdings fahren diese Schiffe nur 1x wöchentlich (freitags), sodass es zeitlich bei uns nicht wirklich passte). Aber es gibt noch ähnliche Alternativen ;). Also, auf geht’s“s nach Patagonien/Feuerland…

Movies:

Movie – Ojos de Caburga (Impression)

Movie – Hiking Villarica 1

Movie – Hiking Villarica 2

Movie – Hiking Villarica 3 (Top)

Pics:

Pucon

Pucon

Pucon

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Pucon

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Chiloe

Chiloe

Chiloe

Chiloe

Chiloe

Chiloe

Chiloe

Chiloe

Chiloe

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Neujahr in Santiago de Chile

4 01 2012

Nach dem gut funktionierenden „Island-Hopping“ über den pazifischen Ozean kam ich dann am 31. Dezember 2011 abends (nach ca. 4,5h Flug) in der Hauptstadt Chiles (Santiago de Chile) an. Hatte mir das so überlegt, um dann Silvester dort erleben zu können. Hatte diesbzgl. auch vorab eine schöne Unterkunft (altes Castle) direkt im Stadtzentrum gefunden. Sehr hilfreich war dabei gewesen, dass David, den ich auf Easter Island kennergelernt hatte, denselben Flug hatte. So konnte er mir unterwegs und dann bei Ankunft einige hilfreiche Hinweise mitgeben bzw. unterstützen. Er begleitete mich noch via Bus und Bahn fast bis zum entsprechenden Hostel – super nett!

Im Hostel angekommen lernte ich Patrick (USA) kennen, ein pensionierter Ex-Militaer und alter Travel-Veteran ;). Da es schon kurz vor Mitternacht war, stellte ich nur meine Klamotten ab und wir machten uns dann gemeinsam Richtung Feuerwerk und Menschenmassen im nahegelegenen Zentrum auf. Feuerwerk war super lang (ca. 25min) und sehr schön! Die Massen um einen herum lachten, tanzten, tranken etc…nicht viel anders als bei uns auch. Ich sah dann irgendwann mal aus wie Sau, weil voll mit Rasierschaum und Konfetti. Leider hatte ich in der Eile nach Ankunft im Hostel meine Cam vergessen – schade! Anschliessend waren wir etwas mit den Locals in die umliegenden Strassen/Bars „geschwommen“. Insgesamt war alles im Rahmen, sehr schön, aber m.E. auch nichts absolut besonderes/spezielles, d.h. nicht viel anders als bei uns – zumindest dort in der Hauptstadt!

Am nächsten Tag dann erstmal ordentlich ausgeschlafen und dann nachmittags mit Patrick etwas die nähere Umgebung erkundet. Dabei fanden wir z.B. auch ein zünftiges Vikinger-Restaurant, wo es viel saftiges MEAT gab…hmmm soooo lecker nach so langer Zeit! Im Hostel selbst traf man auch auf einige Deutsche. Es war somit auch mal wieder schön etwas länger seine Muttersprache sprechen zu können/dürfen.

Am nächsten Tag dann meine Schwester (Eva) vom Flughafen abgeholt. Später dann erste kleinere Tour gemeinsam durch die Stadt, u.a. zum Hausberg „Cerro San Cristobal“, der mit einer sehr alten/schönen Standseilbahn  zu erreichen war. Dort hat man einen guten Überblick über die Stadt…naja, wenn es die Luftgegebenheiten überhaupt mal zulassen (die Dunstglocke über der Stadt auf den Bildern ist real, da die Stadt in einem Tal liegt – ähnlich Peking).

Da wir nicht ewig in der Großstadt rumhängen wollten machten wir uns auf den Weg um uns Bus-Tickets fuer die Weiterreise zu besorgen. Dazu gibt es eine sehr grosse zentrale Busstation in der City. Es war schwieriger als gedacht. Es sprach keiner auch nur einen Brocken englisch an einer super zentralen Station in der Hauptstadt. Natürlich ist es ratsam die nationale Sprache zu sprechen, aber dafür reichte es dann leider (noch) nicht. Naja egal, mit Stift und Zettel und ein paar Brocken spanisch ging es dann doch irgendwie, obwohl wir nicht wussten wo der entsprechende Bus dann abfahren sollte, da wir mitbekommen hatten, dass dies auf keinen Fall an dieser zentralen Station sein würde. Konnten das dann aber abends mit den sehr hilfsbereiten Hostel-Mitarbeitern mit ein paar Anrufen klären.

Bevor wir Santiago verliessen machten wir noch eine ca. 4-stündige Guided-Tour (kostenfrei) durch die City mit – ist durchaus empfehlenswert, da man sehr schöne Ecken sieht und gute Tips bekommen kann. Nun geht es erstmal weiter Richtung Süden…

Movies:

Pics:

Santiago

Santiago

Santiago

Santiago

Santiago

Santiago

Santiago

Santiago

Santiago

Santiago

Santiago

Santiago

Santiago

Santiago

Santiago

Santiago

Santiago

Santiago

Santiago

Evi & me

Santiago

Santiago